Ein Bericht von Heidi-Magdalena Hirsch
Vor 3 Jahren, um genau zu sein, am 14. Mai 2003 fand das erste Treffen der Humorgruppe Tuttlingen statt. Ich möchte hier die Entstehungsgeschichte dieser Gruppe erläutern. Ich war bereits Teilnehmerin in den Gruppen von Michael Titze. Er war es auch, der mich anregte, eine Humorgruppe zu gründen. Damals war ich noch nicht soweit und reagierte auf den Vorschlag mit den Worten: „WAS, ich? Ich soll so etwas machen? Das kann ich doch gar nicht!„ Trotzdem habe ich über diese Anregung nachgedacht. Und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr war ich der Überzeugung, dass ich es auch könnte. Mein „Bauchgefühl„ sagte mir jedoch, dass der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen war. Deshalb ließ ich mir auch Zeit damit. Ich besuchte die verschiedenen Humortage, die von Michael Falkenbach organisiert wurden sowie andere humorige Veranstaltungen aus dem Tuttlinger Kulturangebot. Dort gab es z. B einen Abend für Frauen mit Frank Golischewski, der viel Kabarett macht. Veranstalter war mein Arbeitgeber, die AOK Baden-Württemberg. Auch dieser Abend trug sehr dazu bei, der Gründung einer Humorgruppe näher zu kommen.
Im Frühjahr 2003 kam der richtige Zeitpunkt: In der AOK-Zeitschrift „Bleib gesund!„ wurde für die Ausgabe Tuttlingen ein „regionales Thema„ gesucht. Ich schlug dem „Macher„ dieser Seite das Thema Humor vor. Er war auch gleich begeistert, weil das Thema Humor bis dato sehr vernachlässigt war. Er wollte über den Therapeutischen Humor schreiben und ich schlug vor, Michael Titze zu interviewen. Michael Titze schlug statt dessen vor, dass ich interviewt werden sollte und er bei dem Interview lediglich dabei wäre. Das wurde so gemacht, und in der Ausgabe 2/2003 erschien dann auch das Interview.
Auf diesen Artikel wurde ich vom Geschäftsführer der Bezirksdirektion Tuttlingen bei einer Personalversammlung angesprochen, und er sagte, wie positiv überrascht er darüber sei, was ich so alles mache.
Genau da sagte mir dann mein „Bauchgefühl„, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen warum mit der Organisation zu beginnen. Bevor ich meinem Chef auf seine Fragen antwortete, fragte ich ihn, ob ich das Gesundheitszentrum in Spaichingen für die Gründung einer Humorgruppe haben könnte. Er stimmte sofort zu. Den Rest vereinbarte ich mit der zuständigen Sachbearbeiterin.
Ich kreierte zuhause an meinem PC Flyer, die über den ersten Termin der Humorgruppe informierten: 14.Mai 2003. Den Flyer legte ich bei Ärzten, Therapeuten, bei der AOK, in Bio-Läden und in Kliniken aus. Natürlich machte ich in meinem Bekannten- und Freundeskreis auch Werbung. Dann war er da, der 14.Mai 2003. Ich war sehr aufgeregt, denn ich dachte, außer meinen Bekannten wird vermutlich niemand kommen. Weit gefehlt: Wir mussten die Tür abschließen, weil wir keine Stühle mehr hatten und der Raum zu klein wurde.
Beim zweiten Termin waren es dann erwartungsgemäß nicht mehr so viele Leute. Aber innerhalb von 7 Monaten kristallisierte sich eine Kerngruppe heraus. Inzwischen sind wir zwischen zwölf und 15 Personen in der Gruppe. Darauf bin ich ein wenig stolz.
Kontakt: Heidi-Magdalena.Hirsch@bw.aok.de
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