Ich bringe gern Menschen zusammen“ sagt Claudia Zimmer, die Vorsitzende der HCD Fachgruppe „Humor im Krankenhaus“ und Initiatorin spannender Humorprojekte im Osten der Republik. Ich habe Claudia beim Humor-kongress 2002 in Stuttgart kennen gelernt, als sie gerade dabei war, die Leipziger Klinikclowns ins Leben zu rufen. Mit von der Partie war in Stuttgart auch schon Eva Ullmann, Sozial-pädagogin und Medizinstudentin aus Leipzig, die damals noch nichts von Claudia und ihren Humorprojekten wusste. Sie trafen sich erst später in Leipzig und arbeiten seither erfolgreich zusammen, um den therapeutischen Humor auch in Sachsen unter die Leute zu bringen.
Claudia, examinierte Krankenschwester, allein-erziehende Mutter mit vier Kindern und einer zwölf Wochen alten Berner Sennenhündin, fand über das Yoga-Lachen den Weg in die Humorszene und hat innerhalb von drei Jahren in Leipzig ein beachtliches Humornetzwerk geknüpft. 2003 hatte sie die kreative Idee, ein „Humorcafé“ zu gründen, das erste und einzige in Deutschland. Dort trifft man sich regelmäßig - der harte Kern der Leipziger Humoranbieter:
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Claudia und Eva, eine Psychologin, ein Klinikseelsorger, ein Biochemiker, eine Architektin und eine Lachyoga-Trainerin. Hier werden Projekte, Seminarideen, Vortragsan-gebote diskutiert und geplant und natürlich wird viel gelacht. Regelmäßig wird das Leipziger Humorcafé auch für andere Humorinteressierte geöffnet, die sich einfach mal überraschen lassen möchten von den verschiedenen Abend-veranstaltungen und Vorträgen.
Ein Artikel in der Leipziger Presse über das Humorcafé bescherte den Humorcafé-betreiberinnen eine ungeahnte Menge von Telefonanrufen und E-mails, ein überwälti-gendes Interesse am Lachen und am Humor, das immer wieder damit begründet wird, dass das Lachen verlernt oder verloren wurde , dass es so wenig zu lachen gibt, dass es gar nicht so einfach ist, den Untiefen des Lebens humor-voll zu begegnen. . . Und genau da beginnt die Arbeit von Eva Ullmann, die als Trainerin, Coach und Moderatorin Seminare anbietet, in denen Menschen lernen können, einen Perspek-tivewechsel zu vollziehen, um zu einer humor-voll-distanzierenden Sichtweise zu finden. Eva, die über eine Diplomarbeit zum Humorthema fand, hat in Zusammenarbeit mit der Leipziger Hospizbewegung einen Vortrag mit Globo organisiert, der so gut besucht war, dass die Stühle in der Stadtbibliothek nicht ausgereicht haben. Sie bietet einen Gesprächsführungskurs für Medizinstudenten an, schult Pflegepersonal und hat in diesem Jahr das Deutsche Institut für Humor (DIH) gegründet.
In Vorbereitung ist jetzt ein Baukasten mit vielen „Humorbausteinen“, das heißt, die Leipziger Humorprofis stellen eine Liste mit ihren Angeboten zusammen und können dann gebucht werden von Institutionen, Firmen, Krankenhäusern. Kein Zweifel, dass auch dieses Projekt unter der organisierenden Hand von Claudia gelingen wird. Claudia und Eva, die ich zu einem Frühstücksbrunch in Leipzig besucht habe, sind Frauen, die den Humor leben und sich an den alltäglichen Absurditäten erfreuen. Für Claudia ist „Humor eine Ent-deckungsreise, die es zu erkunden und pflegen gilt“. Als Stuttgarterin in Leipzig hat sie den Humor der Sachsen kennen und lieben gelernt. „Humor verbindet und baut Brücken“ meint Claudia, die gern die Leipziger Kabaretts besucht. „Dort findet man sogar sächsischen und schwäbischen Humor kombiniert ... und der kommt einfach brillant !“ Für die Zukunft sind Seminare, Vorträge und Workshops geplant mit Themen wie „Stress, Scham, Mobbing, Wut und Trauer“ und das an ausgesuchten Orten, an denen man sich damit geschützt auseinandersetzen kann. Körper, Geist und Seele sollen dabei gleicher-maßen berücksichtigt werden.
Das Leipziger Humorcafé bleibt offen für das, was ist und wird sich dort weiter-entwickeln , wo sich bedarf zeigt. So wie der Leipziger sagt: ...“es geht seinen Gang!“
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