Humor im Klassenzimmer

Peter Veith

Humor im Klassenzimmer Soziale Kompetenzen stärken Ermutigen Motivieren

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007

ISBN 978-3-525-31541-5

144 Seiten

 

 

Wenn alle Lehrer so denken würden wie der Pädagoge Peter Veith, stünden die Lehrer sicherlich nicht im Kreuzfeuer der Kritik. Denn Veith scheint sich wie seinen Schülerinnen und Schülern gegenüber ein unverbesserlicher Optimist zu sein und somit ein Garant für einen lebendigen, abwechslungsreichen und heiteren Unterricht. Wer dies nicht glaubt, sollte sich das praxisorientierte Buch des Grund-und Hauptschullehrers Peter Veith in die Hand nehmen.

Das Buch Humor im Klassenzimmer ist von ständigen Ermutigungen durchzogen und gibt vor allem praktische Unterstützung, die die interessierte Leserin oder der interessierte Leser prompt in der Anwendung probieren können. Veith vergisst nicht, grundlegende wissenschaftliche Überlegungen zum Lachen und Humor im Klassenzimmer zu reportieren. Doch schafft er es, dies spielerisch zu vermitteln. So kommt bei der Leserin oder dem Leser keine Langeweile auf.

Veith versteht die humorvolle Grundhaltung als Basis der Humorfähigkeit und beschreibt den Humor als Eckpfeiler partnerschaftlichen Erziehens in der Schule . Deshalb ermuntert er seine Berufskolleginnen und Berufskollegen: Stellen Sie sicher, dass die Kommunikationssituation Lehrer-Schüler grundsätzlich ermutigenden Charakter von Ihrer Seite hat Ihr Humor als soziales Schmiermittel muss glaubhaft sein, zu Ihrer Persönlichkeit passen, dann nehmen ihn die Schüler als Ermutigung.

In den Worten Veiths wird es immer wieder deutlich, dass es nicht entscheidend ist, lustig zu sein. Veith spricht sich für die Lebendigkeit desjenigen Menschen aus, der dem Humor Raum geben will. Wörtlich: Des Alltags reiche Absurditäten aufzuspüren macht Spaß, aber es braucht einen geübten Blick Wo Veith über den Humor von Kindern schreibt, ermutigt er zu Experimenten wie Parodie und Pantomime. Spaßaktionen sind für jene Kinder, für die viele verbale Spaßideen zu verkopft sind, wichtige Ausdrucksformen. Sie bieten ein willkommenes Ventil Dampf abzulassen und gleichzeitig kreativ und diszipliniert zu sein.

Auch in der Diskussion um die Person des Klassenclowns vergisst Veith seine positive Haltung gegenüber den Schülerinnen und Schülern nicht. Er spricht sich für die Gratwanderung aus, dem Klassenclown das Publikum zu nehmen und ihm trotzdem die Rolle des Fachmann für Lustiges zuzuweisen. So spricht er sich für ein Kreativitätstraining im Klassenzimmer aus und stellt einen bunten Blumenstrauß vor, der zu persönlichen Anwendung sich empfiehlt.

Kurzum: Peter Veith hat mit dem Buch Humor im Klassenzimmer eine Arbeit vorgelegt, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, sich an der erzieherischen Praxis orientiert und konkrete Anwendung finden kann. Hoffentlich findet Veith Nachahmer.

Christoph Müller, Andernach


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