Kontakt: akademie wick, Herr Klaus-Peter Wick info@akademie-wick.de www.akademie-wick.de

Seit nunmehr 20 Jahren therapeutisch-pädagogischer Arbeit setze ich diesen, meinen Leitsatz, in den verschiedensten Arbeitsfeldern um. Anfänglich verzauberte ich Kinder mit meinem Clowntheater, später kam noch der Einsatz als Clowndoktor an verschiedenen Kinderkliniken und als Clown-Therapeut in psychiatrischen Einrichtungen hinzu. Dabei konnte ich in meiner täglichen Arbeit als Clown erfahren, was die Magie und der Zauber der roten Nase bewirken kann. Keine andere Figur als der Clown schafft es, so schnell einen positiven Zugang zu finden. Er wirkt einfach ansteckend, erheiternd und löst mit einem Lächeln eine verzwickte Situation.

Die Forschung zum Thema Humor während meines beginnenden Clown-Daseins war gerade voll im Gange. Was hier als theoretische Basis herausgefunden und belegt wurde, konnte ich in meiner täglichen praktischen Arbeit als Clown erfahren: Dass Humor helfen kann, Aggressionen abzubauen und umzulenken, dass Humor Kontaktfähigkeit und Selbstbewusstsein fördert, Phantasie, Kreativität und die Spielfreude anregt. So setzte ich mich nicht nur theoretisch mit den Wirkungsmöglichkeiten des Humors auseinander, sondern konnte diese Erkenntnisse auch in immer mehr Praxisfelder transportieren. Hinzu kam beispielsweise ein "Gewaltpräventionsprojekt" in Zusammenarbeit mit der Kripo und die Arbeit mit dem Medium Clown in Schulen und Behinderteneinrichtungen.

Weitergeben wollte ich meine Erfahrungen, praktisch erprobt und theoretisch untermauert, an andere Humorinteressierte, an Lehrer, Therapeuten, Krankenpfleger und andere Menschen, die den Clown/den Humor in ihrem Berufsfeld umsetzen wollen. In Workshops zum Thema Clownerie/Humor zeigte sich, dass es hier ein breites Interesse gab. Deshalb bot ich zunächst einen Zusatzausbildung zum „Clowndoktor„ an, die ich nun um weitere praxisrelevante Bausteine zur Ausbildung in „Clownerie in der Medizin, Therapie und Pädagogik„ erweiterte. Ziel ist es, den Teilnehmern Kenntnisse zu vermitteln, die sie befähigen, das Clownsspiel und die Clownspädagogik mit der heilsamen Kraft des Lachens im medizinischen, therapeutischen und/oder pädagogischen Bereich anzuwenden. Dabei werden zunächst Grundelemente des Clownspieles, wie Mimik, Gestik, Gänge, Sprache und Ausdruck vermittelt. Weiterhin erlernen die Teilnehmer Regeln der Komik, das Verfremden von Requisiten, die Tücken und Macken des Clowns und vor allem das Improvisieren. In einer Intensivierung der Grundelemente wird den Humorinteressierten dann die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Clownsfigur für ihren beruflichen Einsatzbereich zu entwickeln. So erwerben sie Grundkenntnisse über die Clownspädagogik/Clownstherapie und die Kompetenz des Clowns in der Medizin. Auch auf die Auseinandersetzung mit der sozialen und pädagogischen Wirkung des Lachens und der Philosophie der Clownerie wird Wert gelegt. Abgerundet wird die Ausbildung durch berufsspezifische Projektbesuche, um die eigene Clownsfigur zu finden und erste Praxisumsetzungen zu erfahren. Die berufsbegleitende Weiterbildung schließt nach einem Jahr mit einem Zertifikat und einer Abschluss-Aufführung ab und bescheinigt den Teilnehmern detailliert ihr neues clowneskes Können.

Die praktische Relevanz und damit auch die Einsatzbreite des Clowns ist dabei vielfältig. In der Pädagogik liegen die Stärken des Clown vor allem in der

  • Förderung gehemmter und lernschwacher Kinder
  • Integration behinderter, ausländischer oder verhaltensauffälligen Kindern
  • Stärkung der Leistungsbereitschaft des Einzelnen und der Gruppe
  • Förderung der Konzentrations- und Lernfähigkeit, der Kommunikation und des Sozialverhaltens
  • Förderung von positiven gruppendynamischen Prozessen
  • Förderung von Selbstbewusstsein, des kreativen Potenzials, der Phantasie und damit auch der Spielfähigkeit

In der Therapie kann der Clown vor allem

  • für unterhaltsame Zerstreuung und Distanz sorgen
  • Erfolgserlebnisse fördern und somit das Selbstbewusstsein, die Präsenz und die emotionale Intelligenz stärken
  • die Konzentration, Kommunikation und das Sozialverhalten positiv unterstützen
  • die Auseinandersetzung und den Umgang mit Gefühlen positiv stärken

Im medizinischen Bereich schafft es der Clown

  • das Lachen und den Zauber des Augenblickes zum Leben zu erwecken und so für kurze Zeit den Klinikalltag vergessen zu lassen
  • einen Farbklecks der Freude zu hinterlassen und dadurch nachhaltig zu wirken
  • einen positiven Zugang zum Patienten zu schaffen und bunte Brücken zwischen ärztlicher Behandlung und dem Selbstheilungspotenzial des Patienten zu bauen