In einer Geschäftsstelle werden Geschäfte abgewickelt. Und um die Geschäfte geschäfts-mäßig abwickeln zu können, benötigt die Geschäftsstellenleiterin eine Geschäfts-ausstattung. Je größer und bedeutender die Geschäfte, um so besser und großzügiger die Geschäftsausstattung. Bei HumorCare Deutschland ging es zunächst um ganz kleine Geschäfte. Deshalb war die Geschäftsstelle auch nur bescheiden ausgestattet: ein Telefon, ein Faxgerät, ein PC, eine HCD-Schublade für die Mitglieder, die Briefmarken, die Flyer und (frei nach Pello) eine Schatulle für die gesammelten Lacher, die im Hals stecken gebliebenen, die mühsam unterdrückten und natürlich die, die aus Spaß am Kontakt mit den humorbewegten Menschen entstanden sind. Zumindest war sie ausreichend, die kleine HCD Geschäftsstelle, um vier Jahre lang HCD zu verwalten und ich gebe sie nun gern an jemanden ab, der/die die HCD Geschäfte weiter führt.
Er hat Spaß gemacht, der Kontakt zu den Menschen, die so widersinnig es auch sein mag (siehe Anmerkungen von Thomas Holtbernd in dieser Zeitung), unserem Humorverein beigetreten sind, aus den unterschiedlichsten Motiven, mit den un-terschiedlichsten Erwartungen, mit der Bereitschaft zu engagierter Mitarbeit oder als stille Förderer. Dieser Kontakt hat mich entschädigt für die trockene Verwaltungsarbeit. Schön war es, auf Humorkongressen, Mit-gliederversammlungen, Sitzungen und sonstigen Events, die Mitglieder kennen zu lernen, die als Beigetretene ansonsten in der besagten Schublade eingelagert sind und gelegentlich Post aus der Geschäftsstelle erhalten. Schön auch die Anrufe der Mitglieder, wenn sie mich direkt erreichten oder per Botschaft auf dem AB. Da gab es ganz oft liebe Grüße von den Alfreds, Helgas, Hartmuts, Christophs oder Hans-Martins, manchmal auch anerkennende Worte des Dankes. Es gab witzige Emails und einmal sogar eine Entspannungs-CD für den Stressabbau. Und dann gab es natürlich auch die Zusammenarbeit mit den Vorständlern, die durchaus unterschiedlich war. Unter-schiedlich gut, eng, fruchtbar, reibungslos oder spannungsreich – je nachdem, insgesamt aber so erfreulich, dass ich gern an die Vorstands-arbeit zurückdenke.
Und es hat ja auch prächtige Entwicklungen gegeben: Wir haben eine Homepage, an deren Gestaltung sich verschiedene WebmasterInnen sukzessive beteiligt haben und die im Laufe der Jahre intensiv von Mitgliedern, Medien und Humorinteressierten aller Art als Infoplattform genutzt wurde und wird. Dann haben wir einen HCD-Verlag, der unter gewissen Mühen am Anfang dieses Jahres sein erstes Kind zur Welt brachte und nun mit einem weiteren schwanger geht.
Ich freue mich besonders , dass ich meinen Schwager, Andreas Titze, einen sehr erfolgreichen und vielbeschäftigten Grafikdesigner dafür gewinnen konnte, ein Logo zu entwickeln, das von der Homepage, über die Zeitung und das Cover des HCD Verlages bis hin zum Briefpapier für eine einheitliche und gut durchdachte Präsentation sorgt.
Wir haben einige Humorkongresse mit HCD-Präsenz gehabt (weitere sind in Vorbereitung, siehe Pello und Thomas Holtbernd in dieser Zeitung). Die Mitglieder trafen sich zu den alljährlichen Vereinsversammlungen in Stuttgart, Leipzig, Essen und nun 2005 in München. Dabei ist die Zahl der Mitglieder kontinuierlich angestiegen (94), was durch die Mitgliedsbeiträge, die unerbittlich eingetrieben wurden, größere finanzielle Spielräume schafft. Das heißt, wir können uns was leisten: Bücher, Zeitungen, einen Webmaster und vielleicht irgendwann auch mal einen Arbeitsplatz für eine(n) professionelle(n) Geschäftsstellenleiter(in) zur Abwicklung der humorigen und weniger humorigen HCD Geschäfte.
In diesem Sinne wünsche ich meinem(r) Nachfolger(in) viel Humor und Spaß an der guten Sache, dass er (sie) den Verein mindestens so gut managt wie Ingvar Kamprad aus Elmtaryd bei Agunaryd (siehe Beitrag von Eckard von Hirschhausen in dieser Zeitung) -nach dem Motto „lachst du schon oder lächelst du noch?“
Herzlichst Ihre Brigitte Titze