von Thomas Holtbernd
Theologe, Dipl.-Psychologe,Gestalttherapeut

Der Humorkongress 2004 in Essen war ambitioniert angegangen worden, die Ziele vielleicht etwas hoch gesteckt und dann stieg Robert Smajgert aus, der den Kongress hauptverantwortlich organisieren wollte. Das finanzielle Risiko wurde zu groß und es gab dann nur die Möglichkeit, den Kongress ganz abzusagen. Mit verzweifeltem Idealismus nahm ich die Verantwortung dann allein in die Hand und es gab einen kleinen und sehr feinen Kongress in Essen. Das Bildungsinstitut für Altenpflege der Arbeiterwohlfahrt trug mit seiner Unterstützung zum Gelingen bei und bot sich auch gleich für den nächsten Kongress als Kooperationspartner an. Einen Humorkongress inmitten der Innenstadt zu positionieren wurde von den Teilnehmern als sehr positiv angenommen. Damit ist der Humor nicht vom Alltag herausgehoben, sondern mitten im Leben. Die kleine Schar der Teilnehmer (um die 100) hatte den Vorteil, dass nicht die Anonymität eines typischen Kongresses aufkam. Insgesamt war ich mit dem Programm und der Atmosphäre sehr zufrieden. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich mich noch immer nicht von den monatelangen Vorbereitungen, der Enttäuschung über den Ausstieg von Robert Smajgert und dem ganzen Rummel erholt habe.Dennoch wird es wieder einen Humorkongress in Essen geben. Da die Schweizer 2006 ihren Kongress in Zurzach machen werden, bot es sich an, für 2007 den 4. Deutschen Humorkongress festzulegen. Kurzum: Der nächste Deutsche Humorkongress wird sein vom 05. bis 07. Oktober 2007 in Essen. Das Motto lautet dieses Mal: Humor ist der hinter dem Scherz versteckte Ernst (Arthur Schopenhauer).

„Wir müssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen;
zumal wir sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen„
Jean Paul

E-mail: holtbernd@t-online.de
www.holtbernd-beratung.de